Techmilliardär stirbt mit 43

Leonid Radvinsky stirbt mit 43 an Krebs
Am 23. März 2026 hat OnlyFans offiziell den Tod seines Mehrheitseigentümers Leonid Radvinsky (oft einfach „Leo“ genannt) bekannt gegeben. Nach einem langen, weitgehend privat gehaltenen Kampf gegen Krebs ist er friedlich verstorben. Er wurde nur 43 Jahre alt.
Die Nachricht hat weltweit in der Erotik-Branche für Aufsehen gesorgt. Radvinsky war einer der reichsten und einflussreichsten Männer im digitalen Sex-Business – gleichzeitig eine extrem zurückgezogene und polarisierende Figur.
Die Geschichte von OnlyFans – vom Start-up zur Milliarden-Plattform
OnlyFans wurde im November 2016 in London von dem britischen Unternehmer Tim Stokely gegründet. Mit einem kleinen Darlehen von nur £10.000 seines Vaters Guy Stokely startete die Plattform zunächst als Subscription-Service für Musiker, Fitness-Influencer und Content-Creator aller Art. Die Kernidee war einfach: Fans zahlen monatlich für exklusive Inhalte – Fotos, Videos, Livestreams oder persönliche Nachrichten.

In den ersten zwei Jahren blieb OnlyFans relativ klein und weitgehend unbekannt. Das änderte sich grundlegend im Oktober 2018, als Leonid Radvinsky eine Mehrheitsbeteiligung von etwa 75 % an der Muttergesellschaft Fenix International Ltd. übernahm. Der Kaufpreis wurde nie offiziell bestätigt, wird aber auf rund 30 Millionen US-Dollar geschätzt – ein Schnäppchen, das sich als einer der besten Deals der Internet-Geschichte herausstellen sollte. (Mehr zur Übernahme und den Anfängen von OnlyFans findest du hier
Radvinsky, der bereits durch frühere Projekte im Adult-Bereich wie MyFreeCams und Spam-Websites Erfahrung hatte, erkannte das Potenzial sofort. Unter seiner Führung verschob sich der Fokus klar hin zu erotischen und expliziten Inhalten. Das Geschäftsmodell blieb einfach: OnlyFans behält 20 % Provision von jedem Abonnement, jedem Tipp und jeder bezahlten Nachricht. Radvinsky selbst blieb stets im Hintergrund – keine Interviews, kaum Fotos, keine öffentlichen Auftritte.
Der große Durchbruch kam mit der Corona-Pandemie 2020/2021. Lockdowns und Kontaktbeschränkungen machten digitale Alternativen plötzlich sehr attraktiv. Die Zahl der Creatorinnen vervier- bis verfünffachte sich auf über 1,6 Millionen, später sogar auf 4,6 Millionen. Die Anzahl der zahlenden Fans stieg um mehr als 500 % auf über 82 Millionen und erreichte 2024 schließlich 377 Millionen. Die Umsätze explodierten: Von unter 100 Millionen Dollar Bruttoumsatz vor der Übernahme auf 375 Millionen im Jahr 2020, weiter auf 6,6 Milliarden Dollar im Jahr 2023 und schließlich auf rund 7,2 Milliarden Dollar an Nutzer-Ausgaben im Jahr 2024. OnlyFans selbst erzielte dabei einen Netto-Umsatz von etwa 1,4 Milliarden Dollar und einen Vorsteuergewinn von rund 684 Millionen Dollar – bei nur etwa 42–46 Mitarbeitern.
Radvinsky profitierte enorm davon. Zwischen 2021 und 2024 zahlte er sich über 1,8 Milliarden Dollar an Dividenden aus – darunter Rekordbeträge von 472 Millionen im Jahr 2023 und 701 Millionen im Jahr 2024. Sein Vermögen wurde zeitweise auf bis zu 7,8 Milliarden Dollar geschätzt. Gerüchte über einen möglichen Verkauf der Plattform für bis zu 8 Milliarden Dollar kursierten bereits vor seinem Tod. (Aktuelle Entwicklungen und offene Fragen nach dem Tod von Radvinsky findest du hier
Wer war Leonid Radvinsky?
Geboren in den frühen 1980er Jahren in Odesa (Ukraine), emigrierte Radvinsky als Kind in die USA und wuchs in der Nähe von Chicago auf. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Northwestern University und schloss 2002 summa cum laude ab. Seine Karriere im Online-Business begann früh – zunächst mit Spam- und Adult-Websites, später mit erfolgreichen Webcam-Portalen. Er galt als erfahrener „Mittelsmann“, der Plattformen bereitstellt, auf denen andere ihre Sexualität vermarkten.
Während Millionen von Creatorinnen täglich vor der Kamera standen und ihre Intimität teilten, saß Radvinsky im Hintergrund und verdiente Milliarden.
Der erfolgreichste „Mittelsmann“ der Erotik-Geschichte?
Viele in der Branche sehen ihn genau so: als cleveren Vermittler, der selbst kein einziges erotisches Video produzierte, dafür aber konsequent 20 % von jedem verdienten Euro einstrich. Creatorinnen profitierten einerseits durch finanzielle Unabhängigkeit und direkten Fan-Kontakt – ohne klassische Studios oder Agenturen. Andererseits entstanden neue Abhängigkeiten: Algorithmen bestimmen die Sichtbarkeit, Chargebacks und Sperrungen sind Alltag, und die Angst vor Deplatforming bleibt.
Was bedeutet sein Tod für die Branche?
Bislang gibt es keine offiziellen Angaben, wer die Anteile übernimmt oder ob OnlyFans verkauft wird. Radvinsky war alleiniger Mehrheitseigentümer. Sein Tod wirft viele Fragen auf:
- Bleibt das 20%-Modell erhalten?
- Wird die Haltung zu „nicht-konformen“ Inhalten geändert?
- Kommt es zu einem Verkauf an einen großen Konzern – und welche Folgen hätte das für die Creatorinnen?
Für viele Sexarbeiterinnen in Österreich und Europa ist die Nachricht vor allem ein mahnendes Beispiel: Der Erfolg digitaler Plattformen hängt oft von einzelnen, zurückgezogenen Personen ab, die im Hintergrund die Regeln festlegen.
Fazit aus Sicht der realen Erotik-Szene in Österreich
Ob man Radvinsky als genialen Unternehmer oder als den erfolgreichsten „Mittelsmann“ der Erotik-Geschichte betrachtet – eines ist klar: Er hat gezeigt, wie lukrativ es sein kann, wenn andere ihre Körper und ihre Intimität online vermarkten.
Für uns hier in Österreich ändert sich jedoch wenig. Die echte, persönliche Begegnung lässt sich durch keine App und keine Subscription-Plattform vollständig ersetzen. Genau dafür steht ❤️Intimcity: Hier findest du verifizierte Escorts, private Hostessen und echte, diskrete Treffen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland – inklusive Haus- und Hotelbesuchen. Hier geht es um authentische Chemie, persönliche Atmosphäre und unvergessliche Momente, statt um digitale Pixel und monatliche Abos.
Wer auf der Suche nach echter Erotik ist, statt nur virtueller Konsumware, ist bei uns genau richtig. Unabhängig davon, welche Subscription-Plattform gerade ihren Besitzer wechselt.
Ruhe in Frieden, Leo Radvinsky.
Dein Vermächtnis wird die Branche noch lange beschäftigen. Die digitale Revolution läuft weiter – doch die menschliche, reale Seite der Erotik bleibt unersetzlich.
