500 Jahre Rotlicht-Geschichte

500 Jahre Rotlicht-Geschichte: Vom Maison de Plaisir zum La Maison in Salzburg

Nachtstraße mit beleuchteten Gebäuden, Schild "Maison de Plaisir - Haus des Vergnügens" und Straßenschild "STEIGKASE 24".

Liebe Intimcity-User,

manchmal schreibt das Leben die besten Geschichten. Und manchmal steht genau dort, wo jahrhundertelang die käufliche Liebe floriert hat, plötzlich ein schickes Boutique-Hotel. Genau das passiert gerade in Salzburgs verwinkelter Steingasse. Das legendäre Maison de Plaisir – für viele das älteste Bordell Österreichs – verwandelt sich in das La Maison. Eröffnung: Frühjahr 2026.

Wer von euch schon mal in Salzburg unterwegs war und die enge, mysteriöse Steingasse kennt, der weiß: Dieses Haus hat Charakter. Steingasse 24 / Imbergstraße 3, direkt hinter dem Kino „Das Kino“. Ein denkmalgeschütztes Gebäude mit Kern aus dem 15. Jahrhundert, unten massiver Stein (früher direkt an der Salzach), oben Holz. Und über der Tür ein Schriftzug, der Geschichte schreit: „Maison de Plaisir“ – Haus des Vergnügens.

Über 500 Jahre Lust in der Altstadt

Die Wurzeln reichen weit zurück. Erstmals als Freudenhaus erwähnt wird das Haus bereits 1512. Manche Quellen sprechen sogar von Bordell-Tradition in Salzburg seit etwa 1400. Das Maison de Plaisir war eines von nur zwei offiziellen Etablissements in der Stadt – das zweite lag in der Herrengasse. Über die Jahrhunderte diente es nicht nur als Ort der horizontalen Unterhaltung, sondern war auch Teil des ganz normalen Stadtlebens.

Im 19. und 20. Jahrhundert lief der Betrieb weiter. Viele ältere User aus der Szene werden sich erinnern: Es war kein Laufhaus im heutigen Sinne, sondern ein klassisches, etwas alpines Freudenhaus mit Bar und gemütlicher, aber direkter Atmosphäre. Bis in die 2010er/2020er Jahre war es aktiv – dann kam der Leerstand.

Ein besonders skurriler Höhepunkt der Lokalgeschichte passierte im Mai 1945, kurz nach dem Einmarsch der Amerikaner. Angeblich wollten ein paar betrunkene US-Soldaten mit einem Panzer durch die extrem enge Steingasse zum Maison de Plaisir fahren. Der Panzer blieb stecken – an der Ecke zum damaligen Lifka-Lichtspieltheater. Erst Tage später konnte er mit Spezialgerät geborgen werden. Die Kratzspuren an der Hauswand sind bis heute sichtbar und gehören zur festen Touristen-Legende. Ob die Story zu 100 % stimmt? Egal – sie passt einfach zu gut.

Leerstand, Besetzung und neuer Glanz

Nach der Schließung stand das Haus mehrere Jahre leer. Im Juni 2024 sorgte es nochmal für Schlagzeilen: Linke Aktivisten der Gruppe „Leerstand 5020“ besetzten das Gebäude für ein paar Stunden. Sie hängten Transparente raus, zündeten Rauchbomben und protestierten gegen Wohnungsnot und steigende Mieten in Salzburg. Die Aktion war kurz und friedlich – die Polizei kam, die Besetzer zogen ab. Symbolisch war sie trotzdem: Ein altes Haus der Lust wird zum Symbol für den Kampf um bezahlbaren Wohnraum.

Doch der neue Eigentümer hatte andere Pläne. Seit 2023 läuft der Umbau zum La Maison Boutique-Hotel. Geschäftsführer Claudio Marini von der Inovum Hospitality GmbH verspricht ein „elegantes, geschmackvolles, gediegenes Hotel“ – Luxusklasse in der UNESCO-geschützten Altstadt. Der Umbau geht in die Endphase, die Eröffnung ist für Frühjahr 2026 geplant.

Und hier kommt der Clou: Die neuen Betreiber kokettieren ganz offen mit der Vergangenheit. Der alte Schriftzug „Maison de Plaisir“ an der steingassenseitigen Fassade soll erhalten bleiben. Sogar die Tür mit dem klassischen Guckloch wird wohl bleiben. Und der Werbespruch? Der ist einfach herrlich:

„Hier sind schon viele gekommen – jetzt können Sie auch bleiben.“

Das ist genau der trockene, schwarze Humor, den wir in der Szene lieben. Kein peinliches Verstecken, sondern selbstbewusste Anspielung auf über 500 Jahre „Besucherverkehr“.

Was erwartet die Gäste im La Maison?

Das Konzept soll „Anything but ordinary“ sein – also alles andere als gewöhnlich. Die Lage ist unschlagbar: Mitten in der rechten Altstadt, nur wenige Minuten zu Mozarts Geburtshaus, Getreidegasse, Dom und Mirabellgarten. Die Zimmer werden hochwertig ausgestattet (Kleiderschrank, Flachbild-TV, eigenes Bad, hochwertige Bettwäsche). Es wird ein echtes Boutique-Hotel mit wenigen, aber exklusiven Zimmern – perfekt für Paare, Geschäftsreisende oder einfach nur für Salzburg-Fans, die etwas Besonderes suchen.

Ob es thematische Zimmer mit dezenten Anspielungen auf die Bordell-Vergangenheit geben wird oder ob die Betreiber eher subtil bleiben, ist noch nicht final bekannt. Aber allein die Geschichte des Hauses wird viele Gäste anziehen – auch aus der Rotlicht-Community. Stellt euch vor: Ihr schlaft genau dort, wo früher die Mädchen ihre Freier empfangen haben. Manche werden das als Kuriosität buchen, andere als nostalgischen Trip.

Offizielle Seite des Hotels: https://la-maison.at/

(Stand April 2026: Noch keine Buchungen möglich, aber die Seite gibt schon erste Einblicke.)

Was bedeutet das für die Szene in Salzburg?

Das Maison de Plaisir ist ein Symbol für den Wandel im Rotlicht-Milieu. Klassische, traditionsreiche Häuser werden immer seltener. Stattdessen boomt das Geschäft in privaten Wohnungen, Pop-up-Studios oder über Online-Plattformen. In Salzburg war das Angebot ohnehin überschaubar – jetzt verliert die Stadt ein echtes Stück Geschichte.

Für viele von uns ist das schade. Das Maison de Plaisir war kein anonymer Großbetrieb, sondern ein Haus mit Seele und jahrhundertealter Tradition. Gleichzeitig zeigt der Umbau, wie stark der Tourismus die Altstadt verändert. Salzburg wird schicker, teurer – und das alte Rotlicht weicht dem Luxus-Hospitality-Geschäft.

Aber hey: Vielleicht ist das La Maison ja der perfekte Ort für einen „kulturellen“ Wochenendtrip. Tagsüber die Festung Hohensalzburg, abends ein gutes Essen – und nachts im Kopf die Gedanken an all die „Gäste“, die vor einem da waren. Und wer weiß: Vielleicht erzählt euch die Rezeptionistin ja noch die eine oder andere Anekdote.

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Fazit – ein Haus mit Zukunft und Vergangenheit

Aus dem Maison de Plaisir wird La Maison. Ein Ort, an dem über Jahrhunderte Lust und Geschäft Hand in Hand gingen, wird jetzt zum eleganten Übernachtungsort. Die Betreiber machen keinen Hehl daraus – und genau das macht die Geschichte so sympathisch.

Wer von euch das alte Haus noch von innen kennt, schreibt gerne eure Erinnerungen in die Kommentare. War es wirklich so gemütlich-alpin, wie manche erzählen? Wie lief der Betrieb in den letzten Jahren? Und: Werdet ihr das La Maison mal als Tourist testen?

Das Haus bleibt ein Stück Salzburger Rotlicht-Geschichte – nur mit anderer Nutzung. Und der Spruch „Hier sind schon viele gekommen…“ wird noch lange nachhallen.

Bis zum nächsten kuriosen Story aus dem Milieu – bleibt neugierig und passt auf euch auf!

Aktuelle Top-Bordelle und Laufhäuser in Salzburg

Während das Maison de Plaisir Geschichte schreibt und vom Rotlicht ins Luxus-Hotel-Geschäft wechselt, lebt die Salzburger Szene natürlich weiter. Salzburg ist kein riesiges Rotlicht-Zentrum wie Wien, bietet aber einige solide Adressen mit Laufhaus- und Club-Charakter.

Hier die aktuellen Top-Etablissements (Stand April 2026, basierend auf Community-Bewertungen und Häufigkeit der Empfehlungen):

  1. Laufhaus Roma (Bayerhammerstraße 71, 5020 Salzburg)
    Das meistgenannte und etablierteste Laufhaus der Stadt. Täglich von 09:00 bis 23:30 Uhr geöffnet (Nachtclub-Teil derzeit pausiert). Mehrere Etagen, internationale Auswahl und gute Sauberkeit. Viele User schätzen die entspannte Atmosphäre und faire Preise.
    www.laufhaus-roma.at
  2. Pascha Salzburg (Sterneckstraße 14, 5020 Salzburg)
    Klassiker mit Tabledance- und Nightclub-Atmosphäre plus Laufhaus-Betrieb. Durchgehend 24 Stunden geöffnet, 365 Tage im Jahr. Regelmäßig 30–40 Mädchen vor Ort – lebendig, international und mit Show-Elementen.
    www.pascha-salzburg.at
  3. Babylon Salzburg (Zollstraße 3–5, 5071 Walserberg)
    Exklusiver Nightclub mit gehobenem Anspruch, ca. 15 Autominuten außerhalb der Stadt. Bekannt für stilvolle Girls, gute Unterhaltung, Bar und private Räume. Etwas teurer, aber bei vielen Gästen beliebt für die Premium-Atmosphäre. Geöffnet Mo–Sa ab ca. 17:00 Uhr.
    www.babylonsalzburg.at

Weitere starke Alternativen in der Nähe:

  • Nights Salzburg (Eberhard-Fugger-Straße 9, 5020 Salzburg) – Modernes Laufhaus mit 24-h-Bar und großem Parkplatz.
    www.nights-salzburg.at
  • Mystic FKK oder Mylaufhaus (beide in Wals) – Für Freunde des Sauna- und Wellness-Bereichs.

Tipp: Preise, Mädchen und Öffnungszeiten ändern sich schnell – am besten direkt auf den Websites oder über Intimcity.at die aktuellen Anwesenheitslisten checken. Salzburgs Szene ist überschaubar, aber qualitativ oft solide.

Wien 20.06.2026